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Warum barfen

Weil es der natürlichen Ernährungsweise von Hund und Katze am ehesten entspricht. Es bedeutet, dass Hund und Katze mit selbst zusammengestellten, rohen Zutaten gefüttert werden und kann ernährungsbedingte Krankheiten verhindern, wie z.B. Hauterkrankungen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Gelenkserkrankungen, Zahnstein und vieles mehr.

Das Barfen, mit der heutigen gebräuchlichen Übersetzung: „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“, wurde in den letzten Jahren von der Autorin und Tierheilpraktikerin Swanie Simon wieder bekannt gemacht. Sie sorgte unter anderem mit der Internetseite „Drei Hunde Nacht“ und der Veröffentlichung von sehr fundierten, preiswerten Ratgebern zur Hundeernährung für Aufklärung und Information. (Swanie Simon: Barf Broschüre Allgemein / für Welpen / für Senioren).

Auch die Bücher des Reporters Ulrich Grimm („ Katzen würden Mäuse kaufen“ ), der schockierende Details über die Futtermittelindustrie veröffentlicht hat, rückten das Thema „artgerechte Nahrung“ wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit.

Nicht zuletzt die steigende Anzahl schwerwiegender, ernährungsbedingter Erkrankungen von Hunden und Katzen durch Industriefutter, brachten viele Menschen dazu Ihre Fütterungspraxis zu überdenken und die Nahrung ihrer Gefährten wieder selbst zusammen zu stellen.

Die gesundheitlichen Vorteile der Rohfütterung sind eine Seite, für mich hat das Barfen noch einen anderen Vorteil der selten Beachtung findet: es schmeckt und macht den Hunden Spaß. Selbst zusammengestelltes Futter bringt Abwechslung in den Napf und erhöht die Lebensqualität unserer vierpfotigen Gefährten ungemein. So, wie sich jeder von uns über einen Teller mit frischem, duftendem Essen freut, freuen sich meine Hunde über einen Knochen mit Fleisch, oder über einen Napf mit „aromatischem“ grünem Pansen.

Es macht für mich einen Unterschied ob sich ein Hund recht lustlos über einen Napf mit Trockenfutter hermacht, oder mit leuchtenden Augen einen Fleischknochen „in Sicherheit“ bringt und gemütlich in der Kuschelecke verzehrt. So wie wir Vorlieben beim Essen haben, so hat sie auch der Hund (und Katzen sowieso…) Darauf kann ich nur besonders eingehen, wenn ich die Mahlzeiten selber zusammenstelle. Natürlich gibt es auch Hunde, bzw. Katzen, die aus verschiedenen Gründen kein Rohfutter vertragen, oder es komplett ablehnen. Dann gilt es, eine andere Lösung zu finden um seinen tierischen Freund möglichst gesund zu ernähren.

Viele haben aus hygienischen Gründen Bedenken mit rohem Fleisch zu hantieren, dem kann mit wenigen, einfachen Maßnahmen vorgebeugt werden. Die starke Magensäure von Hunden wird mit, eventuell in rohem Futter enthaltenen Bakterien, problemlos fertig. Dabei ist allerdings zwischen „gereiftem“ und „verdorbenem“ Fleisch zu unterscheiden, weshalb z.B. gewolftes Fleisch nie unter Luftabschluss, in der geschlossenen Verpackung aufgetaut werden sollte, weil sich dabei gefährliche, auch für den Hund schädliche Fäulnisbakterien bilden könnten.

„Barf macht scharf“, diese Aussage gehört wohl eher ins Reich der Märchen. Auch wir Menschen greifen nicht gleich unseren Tischnachbarn an, weil wir ein Mettbrötchen, blutiges Rumpsteak, oder Sushi verzehrt haben. Es ist nicht etwa die Fütterung von rohem Fleisch verantwortlich für ein aggressives Verhalten von Hunden, sondern kann durch die Fütterung, qualitativ minderwertiger Futterkomponenten, wie z.B. das hauptsächliche Füttern minderwertiger Eiweißquellen und schwer verdaulicher Komponenten gefördert werden, weil dies unter Umständen zu vermehrter Bildung von giftigem Ammoniak führen kann.

Natürlich spielt auch die Befürchtung eine Rolle den Hund bei selbst zusammen gestelltem Futter, nicht ausreichend mit allen Nährstoffen zu versorgen. Haben wir diese Befürchtung auch, wenn wir für unsere Familie, Freunde eine Mahlzeit kochen? Nein, wir haben irgendwann, mehr oder weniger gut kochen gelernt und bereiten einfach etwas zu. Wir wissen, dass wir nicht jedes Mal, wenn wir essen, von allen wichtigen Nährstoffen was abbekommen und deshalb versuchen wir einfach, uns im Großen und Ganzen über einen längeren Zeitraum möglichst gesund zu ernähren und vertrauen dabei auf unser Gefühl und gesunden Menschenverstand. Genauso können wir das bei unseren vierbeinigen Gefährten auch handhaben und müssen uns von niemandem etwas anderes einreden lassen. Richtig ist, dass man sich über einige Dinge informieren sollte: Wieviel Muskelfleisch, wieviel Knochen, Innereien, Gemüseanteil usw., aber all das stellt kein großes Hindernis dar. Es zeugt nur von Verantwortung für uns anvertraute Wesen, wenn wir uns mit diesen Dingen etwas auseinander setzen und für deren Ernährung etwas mehr Zeit investieren, wie für das Öffnen eines Futtersacks nötig ist.

Stimmt, es ist mehr Aufwand, vor allem am Anfang, wenn man sich noch nicht so gut auskennt, unsicher ist und nicht weiß, wieviel von was gefüttert werden sollte. Aber erstens gibt es Leute, die einem anfangs helfen einen geeigneten Futterplan zu erstellen und Tipps geben können. Und zweitens nimmt die Sicherheit mit der Zeit zu, vor allem, wenn ein bisschen Routine und Lockerheit einkehren.

Susanne Ridder

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